Eine standesamtliche Trauung ist oft schneller vorbei, als man denkt. Umso schöner ist es, wenn ihr euch an diesem Tag um nichts kümmern müsst und einfach da sein könnt. Am 21. März 2026 durfte ich eine meiner ersten Hochzeiten des Jahres begleiten: eine standesamtliche Trauung im Stadthaus Zürich, mit Getting Ready im Hotel Storchen und Paarbildern im Kreuzgang des Fraumünsters. Ein kleiner, feiner Tag voller echter Emotionen.
Getting Ready im Hotel Storchen
Als ich am Vormittag im Hotel Storchen ankam, war die Visagistin schon mitten im Styling. Damit die Braut sich in Ruhe fertig machen konnte, habe ich in der Zwischenzeit ihre Details fotografiert: das Kleid mit der großen Satinschleife, die Ringe, die Perlen, die Brautschuhe und den Strauß aus weißen Tulpen. Diese Kleinigkeiten wählt ihr oft mit viel Liebe aus, und sie verdienen ihren Platz in eurer Geschichte.
Beim Getting Ready halte ich mich bewusst zurück. Ihr sollt euch nicht beobachtet fühlen, sondern einfach ankommen und euch auf euren Tag freuen.
Die Trauung im Stadthaus Zürich: auf Deutsch und Türkisch
In der Lobby trafen wir den Bräutigam, und gemeinsam ging es zu Fuß zum Stadthaus Zürich. Vom Hotel Storchen sind es nur fünf Minuten über das Kopfsteinpflaster der Altstadt. Dieser kurze Weg zu zweit ist ein wunderbarer Moment, um durchzuatmen, und er ergibt ganz natürliche erste Bilder. Vor dem Stadthaus warteten schon die ersten Familienangehörigen, die Wiedersehensfreude war groß.
Oben im Standesamt wurden noch kurz die letzten Formalitäten geklärt, dann ging es ins holzvertäfelte Trauzimmer. Ein Teil der Familie der Braut war extra aus der Türkei angereist. Deshalb übersetzte ein Dolmetscher die Worte der Standesbeamtin ins Türkische, damit alle jedes Wort mitverfolgen konnten.
Die Trauung dauerte nur etwa 15 bis 20 Minuten. In dieser kurzen Zeit passiert unglaublich viel: der Ringtausch, der erste Kuss als Ehepaar, die Unterschriften. Weil ich die Abläufe kenne, weiß ich, wann welcher Moment kommt und wo ich stehen muss, ohne die Trauung zu stören. Ihr könnt euch ganz auf euch konzentrieren. Ich sorge dafür, dass nichts verloren geht.
Nach dem Jawort kamen die Umarmungen, und ganz ehrlich, das sind oft die Bilder, die später am meisten berühren. Besonders bewegend war der Moment, als die Großmutter der Braut, die extra aus der Türkei angereist war, die beiden in die Arme schloss.
Vor dem Stadthaus wartete die Familie mit Konfetti, Seifenblasen und Luftballons. Der Auszug durch das Spalier der Gäste war pure Freude, mit den Kindern mittendrin.
Paarbilder im Stadthaus Zürich und im Kreuzgang des Fraumünsters
Für die Paarbilder mussten wir nicht weit gehen. Das Stadthaus Zürich ist mit seinem Lichthof, den Säulengalerien und den gewölbten Gängen selbst eine wunderschöne Kulisse. Direkt nebenan liegt der Kreuzgang des Fraumünsters, ruhig und zeitlos, ein Ort, den viele Paare gar nicht kennen.
Viele Paare sagen mir vorher, dass sie sich vor der Kamera unsicher fühlen. Deshalb gebe ich euch beim Shooting kleine Impulse statt steifer Posen. So entstehen Bilder, auf denen ihr euch wiedererkennt.
Getting Ready des Bräutigams für die freie Trauung
Am Nachmittag ging es für das Brautpaar weiter zur freien Trauung in der Moschti in Stäfa. Weil das Hotelzimmer am Morgen von der Braut belegt war, haben wir das Getting Ready des Bräutigams nach dem Standesamt fotografiert, ganz in Ruhe und mit seinen Freunden. Deshalb trägt er auf diesen Bildern einen anderen Anzug. Solche Lösungen finden wir gemeinsam, damit euer Tag entspannt bleibt und trotzdem nichts fehlt.